Aus einer spontanen Idee wurde Realität – sieben Orthopädinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben den Verein „Die Orthopädinnen e.V.“ gegründet. Beweggrund zu diesem Schritt sind die gemeinsamen Interessen von Ärztinnen in der Orthopädie und Unfallchirurgie, deren Anteil erfreulicherweise stetig zunimmt.
Wir möchten Ihnen mit unserem Verein eine eigene Plattform des Erfahrungs- und Wissensaustausch bieten. Unsere Vision ist der Aufbau eines internationalen – zunächst deutschsprachigen – Orthopädinnen-Netzwerkes. In anderen Ländern wie zum Beispiel den Vereinigten Staaten von Amerika haben ähnliche Vereinigungen (Ruth Jackson Orthopaedic Society) bereits Erfolgsgeschichte geschrieben und uns zusätzlich motiviert.
Mit dem Konzept des Mentoring können wir eines unserer Hauptziele, Frauen in der Orthopädie und Unfallchirurgie in ihrer Karriereplanung zu unterstützen, direkt verwirklichen. Als Mentoren möchten wir erfahrene Orthopädinnen oder Unfallchirurginnen gewinnen. Die Zuteilung der Mentées wird über unseren Verein koordiniert. Ziel ist die Entstehung einer persönlichen Beziehung, die einen langfristigen und individuellen Erfahrungsaustausch ermöglicht.
Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlungen planen wir ein Fortbildungsprogramm, das flexibel auf die Wünsche unserer Mitglieder abgestimmt werden soll. Für fachspezifische Themen möchten wir Spezialisten einladen, wobei in weiterer Zukunft die Etablierung von Tutorenschaften angedacht ist.
Zusätzlich möchten wir unseren Mitgliedern auch Fortbildungsmöglichkeiten ausserhalb der Medizin bieten. Hier sollen vor allem Themen wie Rhetorik, Persönlichkeitsentwicklung, wirtschaftliche Aspekte und Vereinbarkeit von Familie und Beruf behandelt werden.
Innerhalb unseres Netzwerkes und Mentoring-Programmes möchten wir unsere Mitglieder bei der Durchführung von Forschungsvorhaben unterstützen. Gerade in diesem Bereich ist die Orientierung am Karrierebeginn schwierig und kann durch Erfahrungsaustausch und Bündelung von Ressourcen konkrete Hilfe bieten.
Informationen über Reisestipendien bzw. Stipendien die ggf. an ein Zentrum gebunden sind, sollen unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, nationale oder internationale Hospitationsreisen zu realisieren. Auch hier ist Flexibilität was Reisedauer und Alter der Kandidatinnen betrifft unser Ziel, um die Koordination mit familiären Interessen zu vereinfachen. Desweiteren ist uns die Unterstützung von ausländischen Orthopädinnen und Unfallchirurginnen aus Ländern, in denen Frauen in der Orthopädie noch wenig etabliert sind, ein Anliegen, indem wir ihnen Hospitationen in deutschsprachige Länder vermitteln und bei der Organisation unterstützen.
Bei der Durchführung von Hilfsprojekten wurde bereits ein konkreter Schritt unternommen. Dr. Sandra Lipovac, unsere erste Vorsitzende, nahm im November 2008 ehrenamtlich an einem OP-Camp in Nepal teil, das über die etablierte Hilfsorganisation „Kinderberg International“ organisiert wurde. Auch in Zukunft ist die Zusammenarbeit mit dieser und ähnlicher Organisationen geplant.
Um den nationalen und internationalen Austausch zu verstärken, haben wir Kontakt mit schon bestehenden Orthopädinnen- bzw. Ärztinnen-Vereinigungen aufgenommen (z.B. der amerikanische Vereinigung der Orthopädinnen: www.rjos.org). Hier ist in Zukunft ein reger Austausch geplant.
Weitere Informationen über die Ziele und die Struktur unseres Verein stehen in unserer Satzung.